2020

05. Oktober – SWR3 Beitrag: Aus dem Leben eines Segelfliegers

Ende September war ein Team vom SWR bei uns am Platz, um einen Beitrag über einen unsere Jungsegelflieger zu drehen.

01. Oktober – Absprungzone Bruchsal

Ca. 2.5nm südöstlich vom Flugplatz Bruchsal (EDTC) befindet sich eine Absprungzone für Fallschirmspringer, gelegen auf dem Eichelberg gleich südlich der Bundeswehrkaserne. Diese Absprungzone und der dazugehörige Start-/Landelatz steht nicht in Verbindung mit dem Sonderlandeplatz EDTC Bruchsal. Die Flugleiter des LSV Bruchsal bekommen auf der EDTC-Frequenz 123,990 MHz regelmäßig Anfragen von passierenden Flugzeugen hinsichtlich des Sprungbetriebs, die leider nicht beantwortet werden können. Wir bedauern dies und bitten Piloten, sich diesbezüglich vorab über die einschlägigen NOTAMs, beim FSC (Fallschirmspringer-Club) Bruchsal oder bei Langen Information zum Status des Sprungbetriebes zu informieren.

08. August – Im Segelflugzeug zur Wasserkuppe und zurück 

Erst im vergangenen Jahr hat Jens Kammerer aus Gondelsheim mit 16 Jahren als jüngster Pilot im Luftsportverein Bruchsal die Lizenz im Segelflug erworben; nun legt er gleich einen weiteren Superlativ nach: er fliegt 483km am Stück im Segelflug, einmal zur Wasserkuppe und zurück. „Wahrhaftig eine großartige Leistung, insbesondere als so junger Pilot mit seinen nun erst 17 Jahren“, bescheinigt ihm Uwe Steller, Fluglehrer im Verein.

Am 8. August startete Jens gegen 13 Uhr mit der DG300 – dem einsitzigen Leistungssegelflugzeug des LSV Bruchsal – vom Flugplatz Linkenheim aus, an dem wie in jedem Jahr Anfang August ein zweiwöchiges Fluglager stattfindet. „Im Segelflug zeigen Quellwolken die Aufwinde an, aber die waren erst über dem Odenwald nördlich Heidelberg zu sehen, so dass ich gar nicht wusste, ob ich es bis dahin schaffe“, erzählt Jens. „Aber dann hat es doch geklappt, und über dem Odenwald ging es dann richtig nach oben. Ich hatte Aufwinde bis zu 4m/s und die Wolkenuntergrenze lag recht hoch bei 2900m.“ Jens flog erst westlich nach Walldürn, dann geradewegs nördlich bis zur Wasserkuppe, und schließlich dieselbe Strecke zurück, denn im Westen begrenzt der Frankfurter Luftraum die Möglichkeiten von Freizeitpiloten. Wieder in der Nähe von Linkenheim gab es dann einen erneuten Abstecher Richtung Norden, bevor Jens dann bei Weinheim endgültig umkehrte und aus 2000m Höhe den Anflug nach Linkenheim begann, wo er um 19 Uhr landete.

„Der Reiz beim Segelflug ist, dass man den Heimatflugplatz außer Sicht und Reichweite verliert, falls mal die Thermik ausbleibt. Da heißt es dann, sein fliegerisches Können unter Beweis zu stellen, Ergebnis und Erlebnis liegen dicht beieinander“, so beschreibt Jens schon fast abgeklärt seine Emotionen. „Und auch die Wasserkuppe ist halt bei Segelfliegern ein historischer Platz, und die einmal aus der Luft zu sehen, war schon ein tolles Erlebnis.“ Und wie macht man das mit Essen und Trinken bei einem 6-Stunden-Flug? „Nun ja, 4 Müsliriegel mussten reichten, wichtiger ist reichlich zu trinken“, sagt Jens. „Am Ende war ich dann nur ein wenig enttäuscht, dass ich die 500km nicht voll gemacht habe.“ Dafür hat Jens noch viel Gelegenheit, wir wünschen ihm weiter viel Freude und Erfolg in seiner weiteren Fliegerlaufbahn.